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An heißen Sommertagen freuen sich auch Haustiere über eine Abkühlung. | Bild: © Jay Mantri
An heißen Sommertagen freuen sich auch Haustiere über eine Abkühlung. | Bild: © Jay Mantri

Hitzetipps für Haustiere

Sommer – die schönste Zeit des Jahres! Doch Achtung: Auch Haustieren macht die Hitze zu schaffen. Hier finden Sie einige Tipps, wie Ihre Tiere die heißen Wochen unbeschadet überstehen:


Hunde:
Zwei Worte: viel Flüssigkeit! Zuhause muss der Wassernapf gefüllt sein, für unterwegs können Hundehalter Wasser in einer Flasche mitnehmen, das sie ihrem Vierbeiner immer wieder anbieten sollten.
Hellhäutige Tiere sollten mit Sonnencreme auf Nasenspitze und Ohren eingecremt werden, um Sonnenbrand vorzubeugen.
Kleine Futterportionen sind bei Hitze leichter verdaulich.
Sportliche Anstrengungen wie das Laufen am Fahrrad bei großer Hitze vermeiden. Spaziergänge sollten während der kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden.
Das Fell nicht zu stark zu kürzen, denn es dient gleichzeitig auch als Sonnenschutz.
Hunde mit zuchtbedingt verkürzten Nasen wie zum Beispiel Mops & Co. brauchen besondere Schonung, da sie in ihrer Thermoregulation besonders eingeschränkt sind. Starke Hitze bedeutet für diese Tiere schnell Lebensgefahr!
Auf keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden! Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand! Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen lassen darauf schließen, dass der Hund vermutlich bereits einen Hitzeschlag erlitten hat und in akuter Lebensgefahr schwebt. Wenn Sie einen Hund sehen, der im Auto eingesperrt ist, zögern Sie nicht, sofort die Polizei zu rufen – Sie könnten dem Tier damit das Leben retten!
Erste-Hilfe-Maßnahmen: Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Der Körper des Hundes sollte mit handwarmem oder leicht kühlem Wasser gekühlt werden. Auch das dringend notwendige Trinkwasser darf nicht eiskalt sein. Anschließend muss das Tier umgehend zum Tierarzt – auch, wenn sich sein Zustand durch die Erste Hilfe-Maßnahmen scheinbar verbessert hat.


Katzen:
Vorsicht bei gekippten Fenstern!
Katzen können sich einklemmen und schlimmstenfalls ersticken oder sich das Genick brechen.
Nassfutter nicht zu lange stehenlassen. In den Sommermonaten legen Fliegen ihre Eier darin ab.
Katzen und Hunde fangen gerne Insekten. Bienen- und Wespenstiche können jedoch Allergien auslösen und bei einem Stich in den Hals im schlimmsten Fall zum Erstickungstod führen. Äußerliche Schwellungen behandelt man mit einem in ein Tuch gewickeltes Kühlpad oder einem in Essigwasser getränkten Tuch. Bei Stichen in der Halsgegend sofort den Tierarzt aufsuchen.


Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster:
Während sich wild lebende Kaninchen in ihre kühlen Gänge zurückziehen können und Meerschweinchen in ihrer südamerikanischen Heimat in kühlen Bergregionen leben, sind diese hitzeempfindlichen Tiere in Gefangenschaft auf uns angewiesen. Deshalb gilt: Immer für genügend Flüssigkeit sorgen! Die Wassertränke im Käfig muss immer gefüllt sein. Dabei sollte das Wasser täglich gewechselt werden, da sich Bakterien bei großer Hitze schnell vermehren. Frisches Gras und Kräuter enthalten ebenfalls viel Flüssigkeit.
Nahrungsreste schnell entsorgen. Verdorbene Lebensmittel können Krankheiten verursachen.
Das Gehege in der Wohnung sollte niemals in der Sonne stehen. Auch im Außengehege ist ein gut belüfteter Unterschlupf im Schatten unerlässlich. Eine natürliche Beschattung durch Bäume und Sträucher bietet empfehlenswerten Schutz.
Vorsicht vor Zugluft – auch durch Ventilatoren! Hamster, Meerschweinchen und Co. können sich in der Zugluft erkälten oder schmerzhafte Augenentzündungen davontragen.
Eiswürfel oder Kühlpad in ein Handtuch gewickelt sorgen für eine Abkühlungsmöglichkeit.
Plastikröhren und -höhlen bieten keinen Schutz gegen Hitze! Stattdessen sorgen ein Schlafhaus aus Keramik und ein Sandplatz (Sand vorher in Kühlschrank stellen) für angenehme Kühlung.
Kaninchen- und Meerschweinchenfell in regelmäßigen Abständen auf Madenbefall kontrollieren. Gerade in der Aftergegend nisten sich gerne Fliegenlarven ein, die die Tierhaut angreifen können.


Vögel:
Viele Vögel lieben eine Dusche mittels eines Pumpsprühers für Blumen oder das Bad in einer Wasserschale.
Lebenswichtig ist auch für sie der schattige Platz ohne Zugluft.

Über Eva Botz-Rüeck

Eva Botz-Rüeck
Ich bin seit 2004 selbständige Heilpraktikerin und arbeite mit Überzeugung in der Naturheilkunde und Ernährungsmedizin. Aufgrund meiner eigenen Krankheitsgeschichte im Bereich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten/ Allergien habe ich sehr viel Erfahrungen im Ernährungs- Bereich gesammelt. Jeder Mensch ist einzigartig und individuell, dadurch sind wir täglich gefragt, genau auf diese Themen einzugehen.

Siehe auch

Deos und Aluminium, muss das denn noch sein ?

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