Home / Gesundheit / Essen wir zu viel Eiweiss?
Eiweißreiche Ernährung - Nehmen wir zu viel Eiweiss zu uns?
Eiweißreiche Ernährung - Nehmen wir zu viel Eiweiss zu uns?

Essen wir zu viel Eiweiss?

Leider überwiegt heute die Ansicht, dass wir mit unserer Nahrung zu viel Eiweiß aufnehmen. Darüber hinaus bekommen Sie an allen Ecken und Enden zu hören, dass zu viel Eiweiß ungesund ist. Wussten Sie, dass ein erwachsener Mensch pro Tag 0,8-1,0 Gramm Eiweiß pro KG Körpergewicht zu sich nehmen sollte? Also ein Erwachsener mit 85 kg muss schon schauen, wo das Eiweiß herkommt. Ein Beispiel um einen kleinen Anhaltspunkt zu geben: Ein Stück Fleisch von 100 g enthält circa 20 g Eiweiß, 1 Glas Milch circa 9 g Eiweiß. Also wer glaubt, dass es einfach ist, zu viel Eiweiß zu essen irrt sich. Es ist eher schwierig den eigenen Eiweiß Spiegel konstant zu halten, da wir ja täglich auch Eiweiß verlieren.

Das Eiweiß muss nicht immer tierischer Herkunft sein. Es gibt tolle pflanzliche Quellen, zum Beispiel hat die Lupine (Wolfsbohne) in Mehl Form, auf 100 g  40 g Eiweiß. Eiweiß ist der wichtigste Nährstoff für unseren Körper. Das Gesamt-Eiweiß setzt sich aus den 22 einzelnen Eiweißbausteinen, den Aminosäuren, zusammen. Denn alles Leben setzt sich aus diesen Bausteinen zusammen. Ohne Aminosäuren ist es nicht möglich, dass Zellen, Knochen oder Muskeln aufgebaut oder besser gesagt erhalten werden. Ohne sie ist aber auch eine funktionierende Hormonausschüttung nicht denkbar und der Körper bildet auch keine fett abbauenden Enzyme.

Da unser Körper keinen Speicher für Eiweiß besitzt, sollten Sie täglich eiweißhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Nehmen Sie zu wenig Eiweiß auf, wird Ihr Körper die Muskulatur angreifen und dadurch auch abbauen.

Was jedoch die eigentlich Frage ist, ist die biologische Wertigkeit? Diese gilt als Maß dafür, wie viel eines aufgenommenen Nahrungseiweißes in körperverwertbares Eiweiß umgewandelt werden kann. Je höher die biologische Wertigkeit der aufgenommenen Eiweiße ist, desto weniger Eiweiß muss zugeführt werden. Tierische Eiweiße liefern jedoch auch ungesundes Fett und Purine, daher ist es wichtig die Eiweiß Quellen gut zu kombinieren. Die höchste biologische Wertigkeit besitzt ein Ei der Wert ist 100. Da wir jedoch auch nicht täglich Eier und Fleisch essen sollen, ist die Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide eine sehr starke Alternative. Nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark: nun ein paar Beispiele:

  • 36% Vollei + 64% Kartoffeln – Biologische Wertigkeit von 136
  • 60% Vollei + 40% Soja – Biologische Wertigkeit von 124
  • 71% Hühnerei und 29% Milch – Biologische Wertigkeit von 122
  • 68% Hühnerei und 32% Weizen – Biologische Wertigkeit von 118
  • 77% Rindfleisch und 23% Kartoffeln – Biologische Wertigkeit von 114

Quelle: Elmadfa/Leitzmann, 1999) Formal abgewandelt nach Eberl, C., 2002

Bei fleischloser Ernährung muss man darauf achten, dass man mit solchen Speise-Zusammenstellungen den Bedarf an essenziellen Aminosäuren deckt.

Über Eva Botz-Rüeck

Eva Botz-Rüeck
Ich bin seit 2004 selbständige Heilpraktikerin und arbeite mit Überzeugung in der Naturheilkunde und Ernährungsmedizin. Aufgrund meiner eigenen Krankheitsgeschichte im Bereich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten/ Allergien habe ich sehr viel Erfahrungen im Ernährungs- Bereich gesammelt. Jeder Mensch ist einzigartig und individuell, dadurch sind wir täglich gefragt, genau auf diese Themen einzugehen.

Siehe auch

Besonders im Sommer sind Deodorants für viele Menschen unverzichtbar. Doch Vorsicht: Viele Deos enthalten Aluminiumsalze, die Allergien begünstigen können.

Kein Schweiß ist auch keine Lösung

Mit steigenden Temperaturen schwitzt man leichter. Spätestens bei hochsommerlichen Temperaturen ist der morgendliche Griff zum ...

Hinterlasse eine Antwort