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Die 10 größten Ernährungsmythen
Die 10 größten Ernährungsmythen

Die 10 größten Ernährungsmythen

Mythos 1: Wer am Abend zu spät isst, wird dick…

Das stimmt so nicht ganz! Auch, wenn ein altes Sprichwort sagt, man solle frühstücken wie ein König, zu Mittag essen wie ein Bürger, aber zu Abend essen wie ein Bettelmann, passt das nicht so ganz in das heutige Bild. Dem Körper ist es tatsächlich relativ egal, wann er etwas zu essen bekommt. Er richtet sich nach den Kalorien und nicht nach der Uhrzeit. Natürlich ist es nicht sehr bekömmlich am Abend zu viel zu essen. Grundsätzlich kommt es aber einfach auf die Energiebilanz an. Führt man weniger zu, als man verbrennt, nimmt man ab. Man sollte aber auch nicht hungrig ins Bett gehen, denn dann schläft man nicht so gut:-)

Mythos 2: Nur frisches Gemüse essen, denn das ist am gesündesten

Stimmt so auch nicht! Frisches Gemüse sieht oft knackig aus und verleitet uns einfach zum reinbeißen. Doch der Schein trügt oftmals, leider. Gemüse vom Markt oder aus dem Geschäft ist im Punkte Frische und Vitamingehalt bei näherer Betrachtung oft mehr als enttäuschend. Meist wird es noch unreif geerntet. Außerdem lassen lange Lagerzeiten und Transportwege die für den Körper wichtigen Vitamine verschwinden. Im Gegensatz dazu sieht es beim Tiefkühlgemüse ganz anders aus: Das Gemüse wird im frischem Zustand reif und erntefrisch schockgefrostet – und ist daher meist vitaminreicher als die frische Konkurrenz.

Mythos 3: Nüsse machen dick

Botanisch gesehen zählen Nüsse zum Schalenobst. Nüsse sind eiweißreich und tragen zur Eiweißversorgung bei. Nusseiweiß ist besonders gut verdaulich. Außerdem werden Nüsse selten vollständig zerkleinert geschluckt. Das enthaltene Fett wird so vom Körper nicht komplett aufgenommen.

Die Menge macht es, wenn Sie nur ein paar Nüsse täglich essen, wird das schon nicht so ins Gewicht fallen.

Mythos 4: Vorsicht, Eier sind gefährlich und machen dick

Leider sind Eier aufgrund ihres relativ hohen Cholesteringehalts in Verruf geraten. Obwohl es im Durchschnitt nur etwa 60 Gramm wiegt, ist das Ei ein richtiges Kraftpaket. Denn unter der Schale stecken gleichzeitig noch viele andere Nährstoffe. Das Hühnereiweiß enthält z.B. lebensnotwendige Eiweiß­bausteine (essenzielle Aminosäuren) in ähnlichem Mengenverhältnis wie das Körpereiweiß des Menschen. Es kann vom Men­schen zu fast 100 % verwertet werden.

Eier machen nicht dick, die Kombination und die Menge von Lebensmittel kann dick machen. 2-3 Eier die Woche sollte kein Problem sein.

Mythos 5: Vollkornprodukte machen schlank…

Generell ist der Verzehr von Kohlenhydraten nicht hilfreich bei der Fettverbrennung. Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel und dadurch wird im Körper Insulin ausgeschüttet, dass wiederum hemmt die Fettverbrennung. Bei Vollkornprodukten ist die Erhöhung des Blutzuckerspiegels langsamer und auch nicht so hoch wie bei Weißmehlprodukten. Deshalb ist auch die Ausschüttung von Insulin geringer und in der Hinsicht eventuell gesünder, sofern es gut vertragen wird.

Mythos 6: Wer frühstück ist schlanker

Die erste Mahlzeit am Tag ist zwar wichtig, aber kein Muss. Viele Menschen können einfach kurz nach dem Aufstehen nichts essen. Wenn man den sogenannten Energiehaushalt betrachtet, ist natürlich ein Frühstück sinnvoll, weil es den Blutzuckerspiegel anhebt und so unsere Leistung ankurbelt. Wichtig ist in der Hinsicht den Blutzuckerspiegel nicht in dauernde Berg und Talfahrten zu jagen. Eine gute nicht zu süße, oder fette Frühstückskombination ist sinnvoll. Es ist wichtig, dass Sie über den Tag verteilt insgesamt richtig essen, sowie regelmäßig Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Was die Gewichtsabnahme angeht, ist die Ernährung zwar ein großer Faktor, aber Bewegung ist auch sehr wichtig.

Mythos 7: Durch Sport das Körperfett schmelzen…

Schmelzen?!  Naja grundsätzlich bedeutet schmelzen nur eine Veränderung des Aggregat Zustandes, fest/flüssig. Normalerweise schmilzt im Körper ja mal eher nichts. Fett ist eigentlich nichts anderes als ein extrem hochwertiger Energiespeicher, der uns hilft schlechte Zeiten (lange Perioden mit geringer Energiezufuhr) zu überstehen. Wenn man nun REGELMÄSSIG SPORT MACHT passieren zwei Sachen:

  1. Während des Sport´s braucht der Körper mehr Energie um seine Leistung abzurufen.
  2. Durch den Aufbau von Muskulatur erhöht sich der Grundumsatz des Körpers und verbrennt dadurch auch mehr Energie und dadurch steigt der Grundumsatz in der Ruhephase.

Nun sollte man das mal in eine Relation setzten: 1 Stunde Ergometer verbrennt +/- 500-600 kcal , 100g Chip haben in etwa die gleiche Menge an kcal Zufuhr, ….hm das heißt um nur mit Sport Fett zu „schmelzen“ ohne seine Ernährung umzustellen muss man es ganz schön krachen lassen:-)

 

Mythos 8: Fette machen dick

Ja und nein, unser Körper kann zur Not Kohlenhydrate selbst herstellen kann, Proteine und auch Fett müssen wir jedoch über unsere Nahrung aufnehmen, um zu überleben.

Allerdings ist Fett nicht gleich Fett.

Wenn Sie die richtigen Fette in ihre Ernährung integrieren, werden Sie mehr Erfolge im Muskelaufbau und beim Abnehmen haben. Laut Forschungen an der Uni Gießen wurde herausgefunden, dass Omega 3 die Leber dazu bringt, unsere Fettreserven abzubauen, freizusetzen. Es braucht Fette, um abzunehmen, es kommt nur auf die Auswahl an. Gefährlich sind die Transfette.

Transfette sind keine natürlichen Fette. Es sind Pflanzenöle, die künstlich mit Wasserstoff geschaffen wurden. Dies verwandelt ein Öl in eine Substanz, die bei Raumtemperatur eher einem festen Stoff ähnelt. Lebensmittelhersteller benutzen Transfette, weil diese die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen, aber sie sind für unsere Körper sehr schädlich.

Leider befinden sich in unserem modernen Essen fast überall Transfette, d.h., gute Fette sind wertvoll.

Mythos 9: Weniger essen macht schlank

Ja, so einfach kann man das nicht sagen, es hängt immer von der Ausgangsmenge ab. Nur wer sich satt fühlt, kann dauerhaft abnehmen. Die Sättigung hängt von der Essensmenge ab, nicht von den Kalorien.

Mythos 10: Lightprodukte sind zum gut zum Abnehmen

Wo “Light” draufsteht, ist nicht unbedingt light drin. Kalorienreduzierte Lebensmittel enthalten oft mehr Kohlenhydrate (Zucker). Weiterhin wird Zucker oft durch Süßstoff ersetzt, welcher zwar weniger Kohlenhydrate hat, dafür aber den Appetit anregt.

Über Eva Botz-Rüeck

Eva Botz-Rüeck
Ich bin seit 2004 selbständige Heilpraktikerin und arbeite mit Überzeugung in der Naturheilkunde und Ernährungsmedizin. Aufgrund meiner eigenen Krankheitsgeschichte im Bereich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten/ Allergien habe ich sehr viel Erfahrungen im Ernährungs- Bereich gesammelt. Jeder Mensch ist einzigartig und individuell, dadurch sind wir täglich gefragt, genau auf diese Themen einzugehen.

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